Versende-Marktplatz Bringhand.de im Interview

Logo Bringhand.deShareconomy ist das neue Verständnis vom Teilen und Tauschen. Eine andere Variante der Shareconomy ist der Versende-Marktplatz Bringhand.de, auf welchem Menschen für Andere auf Vertrauensbasis Dinge von A nach B transportieren.

Wie das genau funktioniert, erklärt uns Eugen im folgenden Interview.

Hallo Eugen. Stell dich und die ShareconomyPlattform Bringhand.de doch bitte kurz vor.

Hallo mein Name ist Eugen und ich lebe aktuell in Berlin. Von hier aus betreibe ich auch die Webseite www.bringhand.de.

Bringhand.de ist ein freier und individueller Versende-­Marktplatz. Anders ausgedrückt: Es ist eine Mitfahrgelegenheit für Pakete, Sachgüter und Tiere. Tausende Menschen bewegen sich täglich von A nach B. Warum also nicht einfach eine Sendung für jemanden mitnehmen und dabei sogar Geld verdienen? Im Grunde kann jeder eine Sendung zustellen – es muss nicht immer der Postbote sein!

Der eigens für diese Idee entwickelte Versende-­Marktplatz bietet prinzipiell jedem die Möglichkeit, als Bote tätig zu werden beziehungsweise auch eigene Sendungen von anderen transportieren zu lassen. Durch die heutigen Technologien ist es viel einfacher geworden, Menschen zusammenzubringen.

Screenshot Versende-Marktplatz Bringhand.de

Wie entstand die Idee zu Bringhand.de? Was genau ist das Konzept? 

Die Idee entstand, als ich in Australien als Backpacker ein zweites Mal auf Reisen war, und fast 6 Wochen lang auf ein Paket aus Deutschland warten musste. Als ich ein weiteres Paket aus Deutschland erhalten sollte, machte ich es anders. Ich wusste, dass jemand, den ich kenne, von Deutschland nach Australien fliegt. Also nutzte ich die Chance und fragte die Person, ob sie noch etwas Platz im Gepäck hätte und ein Päckchen mitnehmen könne. Sie bejahte und das Päckchen war innerhalb von zwei Tagen bei mir. Mit der normalen Post wäre es viel teurer gewesen und ich hätte wieder ca. 6 Wochen darauf warten müssen. Ab diesem Zeitpunkt wuchs in mir die Idee, eine Internetplattform aufzubauen, bei der Menschen sich finden können, um Sachgüter und andere Dinge einfach mitnehmen oder mitgeben können.

Welche Zielgruppe sprecht ihr an? Was sind die Vorteile bei der Nutzung eures Angebotes? 

Um es allgemein zu halten: Auf der einen Seite all diejenigen, die sich von A nach B bewegen und noch Platz haben, etwas mitzunehmen. Auf der anderen Seite Menschen, die spezielle Sachen wie Fahrräder, Gemälde oder auch Tiere versenden möchten – Dinge, die mit den bisherigen Marktanbietern nicht so leicht bzw. gar nicht zu versenden sind. Wir sehen oft, dass der eine oder andere Botengang sehr günstig angeboten wird. Manchmal stehen Botengänge drin, bei denen Fahrer für nicht einmal 50 Euro mehrere hundert Kilogramm zum Transportieren anbieten und das nicht nur innerhalb Deutschlands sondern europaweit. Wenn sich die Strecken mit den gewünschten Strecken der Versender überschneiden, können die Sachen noch am selben Tag abgeholt und überliefert werden. Die Vorteile liegen deutlich auf der Hand -­ bringhand ist schneller und günstiger. Damit jeder diese Vorteile jedoch genießen kann, benötigt die Plattform – ähnlich wie jeder Marktplatz – eine große Gemeinschaft. Diese versuchen wir gerade aufzubauen.

Wie sieht es mit versicherungstechnischen und rechtlichen Fragen aus, insbesondere was den Zoll anbelangt?

Unsere Plattform basiert vorerst nur auf Vertrauensbasis, also durch gegenseitiges Bewerten sowie Angaben von Adresse, Telefonnummer und E-Mail. Um einen weiteren Schutz zu bieten, bekommt der Bote sein Geld erst und nur dann ausbezahlt, wenn er die Sache erfolgreich überbracht hat.

Unser Job ist es, Versender und Boten erst einmal zusammenzubringen. Wir glauben, dass die Plattform sehr gut auf Vertrauensbasis funktioniert und vorerst keine Versicherung benötigt. Andere Plattformen, wie Couchsurfing oder Airbnb haben bereits hinlänglich bewiesen, dass solche Modelle funktionieren. Was das Rechtliche und den Zoll anbelangt, appellieren wir auf die Eigenverantwortlichkeit unserer Mitglieder. Wir weisen auf unserer Seite daraufhin, immer vorab nachzuschauen, was man versendet (deshalb gibt es auch die Option ‚Paketeinsicht’). Um hier ein noch größeres Vertrauen zu schaffen, haben wir zudem noch eine Funktion eingebaut, mithilfe derer man sein eigenes Botennetzwerk aufbauen kann – sozusagen ein Netzwerk aus vertrauten Boten und Versendern.

Wie sieht die Zukunft bei Bringhand.de aus? Was sind eure Pläne und Prognosen?

Wir wünschen uns, dass Bringhand.de neben anderen Anbietern künftig ein festes Anlaufziel für die Menschen wird. Ich glaube, dass der Markt für P2P-Logistik in Zukunft eine wichtige Rolle einnehmen wird. Wir persönlich möchten den Menschen natürlich in erster Linie eine Hilfe bieten, mitwachsen und dafür sorgen, dass der Marktplatz zukünftig ein breites Spektrum an Angeboten zur Verfügung stellen kann.

Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg mit dem Versende-Marktplatz Bringhand.de!

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1 Antwort

  1. Felix Kunz sagt:

    Endlich noch mehr community.
    Danke für so einen tollen Blog.
    Mit sehr viel Experten wissen
    in der crowdcommunity.
    Bis zum nächsten mal

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