Untersuchung in New York: Ist Wohnungssharing illegal?

Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Untersuchung von Bundesanwalt Eric Schneiderman sind zwei Drittel der Übernachtungsmöglichkeiten, die durch den Wohnungssharing-Anbieter Airbnb angeboten werden, illegal.

Das berichten heute der Spiegel und die FAZ. Laut der Untersuchung seien der Stadt New York durch das Wohnungssharing etwa 33 Millionen Dollar (26 Millionen Euro) an Hotelsteuern entgangen. Der Bundesanwalt will laut Berichterstattung eine Initiative gegen die illegalen Vermietungen durch Airbnb anstreben.

Ist Wohnungssharing illegal? – Regelungen für das Wohnungssharing

Wir haben bereits vor kurzem darüber berichtet, was es beim Vermieten von Wohnungen zu Zwecken des Wohnungssharings zu beachten gilt. Privatleute können ihre eigene Wohnung unter Beachtung bestimmter Regelungen über Sharingplattformen wie wimdu* oder 9flats.com* zur Untervemietung anbieten. Die Regelungen sind in jedem Land anders und selbst in den USA gibt es Unterschiede wie der aktuelle Fall zeigt: In San Francisco müssen sich die Vermieter offiziell bei der Stadt anmelden, um Hotelsteuern zu bezahlen. Außerdem darf nicht länger als 90 Tage vermietet werden. In New York sind die Regelungen offensichtlich schärfer.

Deutlich wird jedoch, dass der Streit sich nicht um „echte“ Privatanbieter dreht, die sich bspw. während ihres eigenen Urlaubs ein paar Euro (oder Dollar) mit der eigenen Wohnung dazu verdienen wollen. Die Plattformen werden offensichtlich auch von Anbietern genutzt, die die Vermietung professionell betreiben und somit der Hotelsteuer entgehen wollen.

Das Prinzip der Share Economy ist das des Teilens und Tauschens. Es geht mehr um den sozialen als um den ökonomischen Gedanken. Wenn allerdings die Shareconomy-Plattformen zu Mega-Unternehmen werden, verschwimmen die Grenzen und werden zu echten Konkurrenten bestimmter Branchen, wie auch der aktuelle Streit um den Taxiservice Uber zeigt.

 

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