Start-up-Gründung der Zukunft – auf das richtige Team und die Finanzierung kommt es an

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Bild 1: Start-up-Gründungen sind erfolgreich, wenn das Team stimmt und die Finanzierung durchdacht ist.

Junge Unternehmer können mit einer guten Idee erfolgreich werden, wenn sie aus einem kompetenten und zuverlässigen Team bestehen und eine solide Finanzierung vorweisen können.

Dann können sie sich auf dem deutschen Markt beweisen und Investoren begeistern, die sonst eher nicht in Start-ups investieren. Rund 300.000 Gründer machen sich jedes Jahr in Deutschland selbstständig. Sie stellen für die Bundesrepublik einen wichtigen Wirtschaftsfaktor da.

Starthilfe und Förderprogramme

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Bild 2: Förderprogramme und Banken finanzieren die ersten Schritte eines Start-Up Unternehmens.

Da die Neuentwicklung eines Produktes oder eines technischen Verfahrens kostenspielig sind, müssen sich Jungunternehmer zuerst um die passende Finanzierung kümmern, damit sie ihr Vorhaben realisieren können. Eine geeignete Finanzierung besteht aus eigenen Mitteln und Förderprogrammen, die von Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie anderen staatlichen Institutionen vergeben werden. Auch Banken, wie die Sparkasse oder die Kreditanstalt für Wiederaufbau bieten Start-ups Finanzierungsmöglichkeiten, Privatkredite und Mikrokredite an, mit denen zum Beispiel die Büroeinrichtung oder technische Gegenstände finanzierbar sind. Jungunternehmer unterschätzen die Kosten für die Einrichtung und Geräte. Neben Büromöbeln und Netzwerkeinrichtungen benötigt ein Unternehmen Computer, Kopierer, Drucker, Toner und vieles mehr – das schluckt viel Geld. Am Beispiel Toner lässt sich verdeutlichen, dass mittlerweile zahlreiche Informationen und Preisvergleiche im Netz exisitieren, die Jungunternehmer als Hilfestellung zur Einsparung von Büromaterialien nutzen können. So beschreibt Tonerpartner auf seiner Seite, dass am Beispiel der Tonerkartusche Brother TN 2220, die Einsparung bei einer kompatiblen Varinate zu dem Originalpodukt mit 75 % erheblich ist.

Eine Starthilfe bietet auch die Investitionsbank Berlin, die unter bestimmten Voraussetzungen das Gehalt von neuen Mitarbeitern für ein ganzes Jahr bezuschusst. Eine ander Fördermöglichkeit ist durch das Crowdfunding gegeben. Mit dieser Kampagne präsentieren Jungunternehmer ihre Idee im Internet und sammeln von privaten Investoren Geld, um das Projekt zu finanzieren. Da Interessierte kleine Geldbeträge investieren können, ist es einfacher, die entsprechenden Geldmittel zusammenzubekommen. Handelt es sich bei dem Start-up um ein technologiebasiertes oder wissensbasiertes Unternehmen, kann diese vom Wirtschaftsministerium Geld über das Exist Programm beantragen. Risikoreicher, aber genauso effektiv sind die Gründerfonds. Die Fonds investieren Geld aus Bundesmitteln und von privaten Anlegern und erhalten im Gegenzug Unternehmensanteile. Die Beantragung aller Förderungen und Finanzierungsmöglichkeiten ist mit bürokratischem Aufwand verbunden, und die Unternehmer müssen Richtlinien und Strenge Vorgaben einhalten.

Professionelle Teamarbeit und ein gut gewähltes Team führen zum Erfolg

Rund 80 Prozent der Gründer haben einen Universitätsabschluss und zeigen viel Engagement und Mut, weiß Florian Nöll, Vorstand des Bundesverbands Deutsche Start-ups e.V. Um erfolgreich zu sein, kommt es auf die richtige Mischung von Geschäftspartnern an. Je heterogener das Team ist, desto bessere Aussichten hat das Start-up, am Markt zu bestehen. Wichtig ist es nicht zuletzt, einen Mentor oder Berater zu finden, „der bereits zwei Schritte weiter ist und die Branche gut kennt. Durch den Austausch mit erfahrenen Gründern lassen sich viele Fehler vermeiden“, sagt Nöll in einem Interview.

Mentoren prüfen die Ideen der Jungunternehmer und schätzen die Erfolgsaussichten ein. Das Team sollte möglichst nicht nur aus Spezialisten bestehen, sondern auch Mitglieder in seinen Reihen wissen, die eine kaufmännische oder betriebswirtschaftliche Ausbildung mitbringen. Denn ohne profundes Vertriebswissen kommt die beste Idee nicht beim potenziellen Kunden an. Die Arbeit sollte klar verteilt sein. Einer kümmert sich um den Schriftverkehr, der andere um Finanzen und Steuern, ein Dritter um die Programmierung und Herstellung des Produkts. Unentbehrlich ist das Knüpfen und Pflegen von Kontakten. Wenn das Team in die Netzwerke von Geldgebern eingebunden ist, kann es Entscheider von der eigenen Geschäftsidee überzeugen. Darüber hinaus sind bestimmte persönliche Eigenschaften im Team gefragt. Die Persönlichkeit der Gründer sollte im Vordergrund stehen und die Teammitglieder den Wunsch haben, ein dynamisches Umfeld mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen. Loyale Menschen eignen sich besonders gut für die Teamarbeit. Sie nutzen einen freundlichen Umgangston und repräsentieren das Jungunternehmen. Personen, die nach beruflichem Aufstieg streben, sind bei der Problemlösung von Kunden optimal einsetzbar.

Das macht einen guten Gründer oder eine gute Gründerin aus. Er/sie

  • benötigt eine klare Strategie,
  • muss das Unternehmen etablieren,
  • benötigt ein funktionierendes Team,
  • braucht Selbstbewusstsein,
  • sollte reflektieren können,
  • unternehmerisch handeln und denken,
  • aktuelle Trends frühzeitig erkennen und
  • Disziplin und Durchhaltevermögen mitbringen.

 

Der Trend der Zukunft – hierarchielose Start-ups
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Bild 3: In Start-ups lösen sich die Hierarchien auf. Teamfähigkeit
gehört zum Handwerkszeug der Zukunft.

Der Erfolg eines Start-ups hängt von der Finanzierung, vom Team und von der Betriebsstruktur ab. Das wird sich in Zukunft stark ändern, versichern Experten. Hierarchische Firmenstrukturen lösen sich langsam auf, die Arbeitsorganisation gestaltet sich immer flexibler und individualisierter. Auch die sogenannte Work-Life-Balance fließt in die Unternehmensführung ein, damit Beruf- und Privatleben besser vereinbar sind. Für Gründer bedeutet das neue Herausforderungen. Sie müssen ihre Mitarbeiter trotz unterschiedlicher Standorte zu einem Team zusammenzuschweißen und dieses erfolgreich auf Distanz führen. Das erfordert von den Führungskräften Kommunikationsgeschick und Netzwerkkompetenz. Kontrolle und Macht treten in den Hintergrund. Denn die Mitarbeiter der Zukunft benötigen Freiräume, um ihre Potenziale entfalten zu können. Die berühmten Soft Skills werden für Jungunternehmer somit zu wichtigen Persönlichkeitsmerkmalen, die in der Zukunft noch erheblich an Bedeutung gewinnen werden.

 

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