Mitmachkampagnen: Beispiele für erfolgreiches Crowdsourcing

Für ein erfolgreiches Crowdsourcing-Projekt spannen Unternehmen ihre Kunden bzw. ihre Zielgruppe bei wichtigen Entscheidungen mit ein.

Im Gegensatz zum Crowdfunding geht es dabei nicht um das Geld der Supporter, sondern um das Wissen und die gestalterischen Fähigkeiten der Crowd. Denn wer ist schon näher dran am Erfolg eines Produktes als die Zielgruppe selber? Hier gibt es ein paar Beispiele für erfolgreiches Crowdsourcing, das gut funktioniert hat.

Wenn Kunden das Angebot mitgestalten

Crowdsourcing ist inzwischen zu einem beliebten Marketing-Instrument geworden, denn die Kampagnen liefern nicht nur neue Impulse, sondern stärken auch die Nähe zu den Kunden. Die Fast-Food-Kette McDonald’s ist eigentlich dafür bekannt, dass man in jeder ihrer Filialen die gleichen Burger kaufen kann. 2012 jedoch rief das Unternehmen seine deutschen Kunden auf, das Angebot nach ihren Vorstellungen mitzugestalten. An der Mitmachkampagne „Mein Burger“ beteiligten sich rund 250.000 McDonald’s-Fans mit ihren Ideen für den perfekten Burger. Fünf dieser Kreationen gelangten in das Angebot von McDonald’s Deutschland.

Positive Wirkung aus das Unternehmenswachstum

Modcloth, ein US-amerikanischer Onlineshop für Mode und Accessoires, entschloss sich 2009, seine Kundschaft an der wichtigsten Aufgabe des Unternehmens zu beteiligen: An der Auswahl der angebotenen Kleidung. Seit 5 Jahren können Kunden bei der Crowdsourcing-Kampagne „Be the Buyer“ mit ihrer Stimme und ihren Kommentaren beeinflussen, welche Stücke es in den Handel schaffen. Damit war Modcloth ein Pionier des Crowdsourcing in der Modebranche. Und der Erfolg ist messbar: Mehr als 20 Millionen Stimmen gaben die Nutzer ab – und trugen so dazu bei, dass das Unternehmen jährlich um 40% wächst.

Schwarmintelligenz: Die Macht des gesammelten Wissens

Nicht nur gewinnorientierte Unternehmen nutzen Crowdsourcing. Das bekannteste Beispiel für ein erfolgreiches Crowdsourcing-Projekt ist die Wissensplattform Wikipedia. Seit 2001 haben sich mehr als 21 Millionen Nutzer angemeldet, um an der Online-Enzyklopädie mitzuwirken und Artikel über ihr eigenes Spezialthema zu schreiben oder zu verbessern. Und auch wenn es viele kritische Stimmen an der Wissenssammlung gibt: Niemand kann bestreiten, dass Wikipedia das Internet entscheidend geprägt hat und einen ganz neuen Zugang zu Wissen ermöglicht – und das alles dank der Crowd.

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