Kleinanlegerschutzgesetz erschwert Werbung in Sozialen Medien

Um den Verbraucher zu schützen, soll das Kleinanlegerschutzgesetz unter anderem die Werbung in Sozialen Medien für Vermögensanlagen erheblich erschweren.

Das Kleinanlegerschutzgesetz gibt es nicht ohne Grund. Die Bundesregierung will aus der Vergangenheit lernen und Anlegerinnen und Anleger schützen. Insbesondere in Zeiten, in denen Anlagen in Crowdinvesting-Projekte attraktiver sind denn je. Denn auf dem Kapitalmarkt gibt es kaum Zinsen, das Risiko von Aktien will nicht jeder tragen und die Investition in ein Startup kann sich nicht nur finanziell lohnen sondern unterstützt zudem Unternehmen bei ihrem wirtschaftlichen Wachstum – von den Risiken mal ganz abgesehen.

Crowdinvesting und Crowdfunding lebt von Werbung in Sozialen Medien

Die meisten Projekte, in welche Investoren ihr Geld stecken können, sind junge und innovative Startups. Viele dieser Unternehmen sprechen eine junge Zielgruppe an, deren tagtägliche Kommunikationsmedien das Internet und die Sozialen Medien sind. Im Umkehrschluss heißt das, diese Startups suchen potentielle Investoren auch über diese Kanäle – und das mit Erfolg. Social Media Kampagnen sind für Startups häufig wesentlich effektiver als andere Marketingmaßnahmen.

Doch damit soll laut Kleinanlegerschutzgesetz Schluss sein. Zumindest zum Teil. Denn das Gesetz sieht vor, dass trügerische Werbung von großen Renditeversprechen womöglich unseriöser Anbieter nicht mehr vorkommen darf. Werbung im öffentlichen Raum, wie an Bussen und Bahnen oder die klassische Plakatwerbung soll für Vermögensanlagen nicht mehr zulässig sein. Darüber hinaus muss Werbung in den Medien künftig mit einem deutlichen Warnhinweis versehen sein, der potentielle Investoren auf das Verlustrisiko hinweist.

Da sich die Crowdfunding Entwicklung zuletzt erst sehr positiv zeigte, bleibt jetzt abzuwarten, ob diese Restriktionen einen Rückwärtstrend bringen werden. Auf der einen Seite ist es wichtig, auf das Verlustrisiko, das bei 100 % liegen kann, aufmerksam gemacht wird. Andererseits kann es passieren, dass vielversprechende Startups direkt im Keim erstickt werden, wenn sich keine Investoren finden lassen, wenn die Werbung in Sozialen Medien in diser Form erschwert wird.

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1 Antwort

  1. 2. März 2015

    […] die viele schon als neuen Boss-Gegner am Markt für Unternehmensfinanzierungen ausmachen. Sandra weist auf Crowdcommunity außerdem darauf hin, dass Kleinanlegerschutzgesetz Werbung in sozialen Medien […]

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