Ist es legitim als Blogger Geld zu verdienen?

Als Blogger Geld zu verdienen ist noch immer ein sehr umstrittenes Thema.

Die Frage, ob es berechtigt ist als Blogger Geld zu verdienen, schwirrt immer wieder im Internet herum. Die Meinungen gehen auseinander und es ist schwierig einfach ‚ja‘ oder ’nein‘ zu sagen. Denn man muss vielleicht ein bisschen unterscheiden, was hinter einem Blog steckt.

Der ursprüngliche Grundgedanke eines Blogs war es, dieses Medium als öffentliches Online-Tagebuch zu nutzen. Warum sollte man damit also Geld verdienen? Mittlerweile sind aus den zahlreichen privaten Blogs etliche professionelle Online-Magazine entstanden, denen das Prinzip des Bloggens erhalten geblieben ist: Das regelmäßige Veröffentlichen von Inhalten, Informationen, Bildern und Videos.

Einen Blog professionell zu betreiben ist mit einem hohen Zeitaufwand verbunden

Was man nicht vergessen darf: Einen (professionellen) Blog zu betreiben kostet viel Zeit. Recherchieren, Schreiben, Community pflegen und Wartungsarbeiten durchführen sind nur einige der zahlreichen Aufgaben, die ein Blogger tagtäglich (oder zumindest regelmäßig) zu tun hat.

Als reines Hobby gesehen ist diese Zeit als Freizeit einzustufen – man geht ja schließlich auch in seiner Freizeit Joggen oder zum Yoga.

Wird der Blog aber intensiver betrieben und bspw. täglich oder mehrfach wöchentlich gepostet, dann ist der Zeitaufwand erheblich größer – wie bei einem Job. Und was bietet ein Blogger seinen Lesern? Unterhaltung und Informationen – und das auch noch kostenlos! Möchte man denn als Leser darauf verzichten? Warum sollte dann ein Blogger nicht also Geld mit seiner Arbeit verdienen dürfen, wenn er so viel Zeit darauf verwendet, dass es weit über eine Freizeitbeschäftigung hinaus geht?

Zudem darf man nicht vergessen, dass viele Blogger auf selbständiger Basis arbeiten (insbesondere, wenn sie Einnahmen generieren) und damit nicht nur ihre Mieter und ihre täglichen Ausgaben finanzieren müssen, sondern auch ihre Krankenversicherung, Steuern, etc. Hinzu kommen Ausgaben für Foto- und Technikequipment, Anschaffungen für Blogbeiträge, Fahrtkosten, und vieles mehr.

Es gibt zahlreiche Facetten zwischen Weiß und Schwarz

Die Bloglandschaft ist so vielseitig, dass es oftmals kaum möglich ist zu unterscheiden, ob es sich nun um einen (privaten) Blog handelt oder um ein (professionelles) Online-Magazin. Es ist absolut legitim, einen Blog über Werbeeinnahmen oder Sponsored Posts zu finanzieren. Wichtig ist jedoch Transparenz gegenüber dem Leser. Werbeanzeigen und Sponsored Posts sollten als solche erkennbar sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Ein Blogger sollte möglichst authentisch bleiben. Auch wenn er oder sie für einen Sponsored Post bezahlt wird, sollte dieser die Meinung des Bloggers widerspiegeln. Nur dann werden Leser diese Form der Einnahmen akzeptieren und den Blog auch weiterhin (gerne) lesen.

Fazit: Es spricht nichts dagegen als Blogger Geld zu verdienen, sofern die Authentizität und Transparenz gegenüber dem Leser gewährleistet ist.

 

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1 Antwort

  1. Volkmar sagt:

    Aus meiner Sicht kann ich mich der Verfasserin nur anschließen. Da ich selbst täglich einen Blogbeitrag schreibe, weiß ich, welch hoher Zeitaufwand damit verbunden ist. Der größte Zeitaufwand ist für mich zweifellos die Suche und Auswahl geeigneter Bilder. Mit einem Blog Geld zu verdienen, ist aus meiner Sicht legitim. Und ehrlich, wenn dem nicht so wäre, hätte ich längst eine andere Werbeform bevorzugt. Ich möchte Partner, Freunde und Interessenten informieren. Vielleicht klingt es hart, aber zur Selbstdarstellung brauche ich nämlich meinen Blog nicht.

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