Interview mit der Crowdsourcing Plattform Crowd Guru

Logo Crowd GuruSchon mal überlegt Guru zu werden? Bei Crowd Guru ist das möglich – das hat aber weniger mit Spiritualität zu tun sondern vielmehr mit dem Erledigen von zahlreichen Mikrojobs.

Denn das ist Crowd Guru: eine Mikrojobplattform, die sich das Prinzip des Crowdsourcing zu Nutze macht. Wie? Das erklärt uns der Geschäftsführer von Crowd Guru Philipp Hartje im Interview.
Hallo Philipp. Stell dich und die Crowdsourcing Plattform Crowd Guru doch bitte kurz vor.

Gern! Ich heiße Philipp Hartje und bin seit etwa 2,5 Jahren Geschäftsführer von Crowd Guru.

Das Unternehmen Crowd Guru besteht bereits seit 2008 und ist seitdem zu einem der größten Crowdsourcing-Dienstleister Deutschlands geworden. Wir bieten Unternehmen die Möglichkeit, Projekte an unsere Crowd – die Gurus – auszulagern, welche die Aufgaben dann online erledigt. In unserer Basis in Berlin kümmert sich unser Projektmanagement um die Betreuung der Kunden, die Umsetzung der Aufträge und die Pflege unserer Community, die von überall aus auf unserer Plattform arbeitet.

Wie entstand die Idee zu Crowd Guru? Was genau ist das Konzept?

Die Idee, das Wissen von Vielen zu nutzen, existierte bereits beim Crowd Guru-Vorgängerunternehmen, einem SMS-Service, der rund um die Uhr Fragen zu allen möglichen Themen beantwortete. Heute zielt das Konzept auf Unternehmen als Kunden ab. Wir übernehmen für unsere Kunden Projekte und Prozesse, bei denen große Datenmengen manuell bearbeitet werden müssen. Konkret handelt es sich dabei meist um Recherchen, das Verfassen von Texten oder um Aufgaben der Datenbearbeitung. Darunter fallen beispielsweise:

  • Optimieren von Vertriebsdaten
  • Prüfen und Korrigieren von Datenbanken
  • Kategorisieren und Taggen von Bildern, Videos, Texten und weiterer Daten
  • Verfassen von SEO-Texten (wie Artikel, Produktbeschreibungen,…)

Oft übernehmen wir auch komplette Workflows, die sich aus verschiedenen Teilaufgaben zusammensetzen.

Wenn wir ein Projekt für einen Kunden umsetzen, sieht der typische Ablauf so aus: Wir zerlegen das Projekt in kleine Einzelaufgaben, die wir auf unsere Plattform stellen. Die Gurus bearbeiten die Aufgaben dann online. Wir überprüfen die erledigten Aufgaben (und korrigieren sie gegebenenfalls), um die Qualität zu sichern, und fügen die Einzelergebnisse am Ende wieder zu einem Gesamtergebnis zusammen, das der Kunde erhält. Bezahlt werden die Gurus für jede erledigte Aufgabe.

Die Konkurrenz schläft nicht. Was zeichnet die Crowdsourcing Plattform Crowd Guru besonders aus?

Wir kümmern uns sehr um die Motivation unserer Gurus, was nicht nur positiv für die Gurus ist, sondern wodurch wir auch qualitativ besonders hochwertige Ergebnisse erzielen können. Von unseren Kunden und Gurus erhalten wir immer wieder das Feedback, dass uns das wesentlich von anderen Crowdsourcing-Dienstleistern unterscheidet.

Für uns sind die Gurus keine anonyme Masse, sondern Menschen, die sich als Teil unseres Unternehmens verstehen und ihre Sache deshalb besonders gut machen wollen. Dieses „Wir“-Gefühl erreichen wir, indem wir in ständigem Kontakt mit den Gurus stehen, sie an Erfolgen teilhaben lassen und uns darum kümmern, dass das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei den Aufgaben stets ausgewogen ist. Unsere Kunden profitieren von schnellen und guten Resultaten, die unsere motivierten Gurus erzielen.

Außerdem ist uns klar, dass die Zufriedenheit der Kunden nicht nur von der Qualität der Ergebnisse und möglichen Kosteneinsparungen abhängt. Das „Drumherum“ wie z.B. das zügige Erstellen eines Angebots, schnelle Feedback-Loops zwischen Auftraggeber und Projektmanager und eine gute Beratung der Kunden sind ebenfalls sehr wichtig. Auch hier erhalte ich regelmäßig positives Feedback unserer Auftraggeber, die die komplette Projektabwicklung durch unser Projektmanagement loben.

Welche Zielgruppe (Auftraggeber) sprecht ihr an? Was sind die Vorteile bei der Nutzung eures Angebotes?

Prinzipiell sprechen wir alle Unternehmen an, die es mit größeren Datenmengen zu tun haben. Unsere Kunden finden sich überall dort, wo viele Aufgaben anfallen, die intern nicht erledigt werden können oder wichtige Ressourcen beanspruchen würden, sich aber optimal mit Crowdsourcing verwirklichen lassen. Das betrifft ganz besonders Vertriebs-, Telesales- und Marketingabteilungen, den gesamten E-Commerce und Anbieter von Branchenverzeichnissen.

Wenn in einem Unternehmen zum Beispiel 10.000 Adressen korrigiert werden sollen, damit der Vertrieb effizienter arbeiten kann, würde das intern Wochen dauern und viele Mitarbeiter einspannen. Unsere Crowd erledigt eine solche Arbeit hingegen in knapp zwei Tagen.

Neben der bereits erwähnten hohen Qualität bestehen weitere Vorteile in unserer Flexibilität und der hohen Skalierbarkeit, die wir gewährleisten können. Bei uns ist nahezu alles möglich – wir passen uns an Projekte von Kunden an und entwickeln für sie spezifische Lösungen. Die Kosten sind dabei klar kalkulierbar, da ein Unternehmen pro bearbeitete Aufgabe einen vorher vereinbarten Betrag zahlt.

Wer kann bei euch mitmachen, was sind die Voraussetzungen und wie sehen die Verdienstmöglichkeiten aus?

Guru werden kann eigentlich jeder, der gerne im Internet recherchiert, Spaß an der Datenbearbeitung hat oder gute Texte schreibt. Formale Voraussetzungen sind, dass man volljährig ist und entweder freiberuflich oder gewerblich arbeiten möchte. Nach einem kurzen Einstiegstest und einer kostenlosen Registrierung auf unserer Homepage kann man direkt loslegen.

Die Verdienstmöglichkeiten richten sich stark danach, wie viel ein Guru arbeitet, was jeder völlig flexibel entscheiden kann. Bezahlt wird immer pro erledigter Aufgabe. Die Vergütung pro Aufgabe schwankt zwischen einigen Cent für Aufgaben die nur wenige Sekunden dauern bis zu 10€ für einen 1-seitigen SEO Text. Auch der Verdienst pro Stunde ist abhängig von der Erfahrung der Gurus und den einzelnen Aufgaben. Wir machen unseren Kunden aber immer deutlich, dass ein Projekt nur funktionieren kann, wenn alle Beteiligten, sprich der Kunde, unsere Gurus und auch wir Spaß daran haben.

Gibt es bei euch Gurus, die nur mit Crowd Guru ihr Einkommen verdienen?

Die meisten unserer Gurus verstehen ihre Tätigkeit bei uns als Nebentätigkeit, bei der sie sich regelmäßig einige hundert Euro im Monat dazu verdienen. Es gibt aber auch einige, die nur nach persönlichem Bedarf arbeiten, um sich beispielsweise einen Urlaub zu finanzieren.

Wie sieht die Zukunft bei Crowd Guru aus? Was sind eure Pläne und Prognosen?

Allzu viel kann ich im Moment noch nicht verraten – nur dass wir allen Unternehmen die Möglichkeit bieten wollen, die Vorteile von Crowdsourcing zu nutzen. Aktuell müssen wir leider immer wieder Aufträge ablehnen, weil das Volumen für unsere Prozesse zu klein ist. Wir möchten diesen Unternehmen zukünftig die Möglichkeit geben sehr einfach selber Projekte bei uns einzustellen. Stichwort „Self-Service“. Was uns daneben natürlich immer am Herzen liegt, ist, dass die Möglichkeiten des Crowdsourcing noch bekannter werden. In Deutschland ist Crowdsourcing bei vielen noch nicht angekommen und wir arbeiten stetig daran, das möglichst schnell zu ändern.

Vielen Dank für das Interview, Philipp. Wir wünschen euch und euren Gurus weiterhin viel Erfolg und Spaß mit Crowd Guru!

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