Finanzierung über Crowdinvesting: Interview mit Migrador

MigradorMigrador bietet weltweit Reisen abseits des Massentourismus an – insbesondere Aktiv- und Outdoorreisen.

Jetzt hat das Migrador-Team eine Finanzierung über Crowdinvesting gestartet. Wir wollten wissen warum und was sich hinter dem Konzept genau verbirgt. Sven Krawehl ist einer der Gründer. Er beantwortet uns im Interview usere Fragen.

Hallo Sven. Stell dich und die Plattform Migrador doch bitte kurz vor. Was bietet ihr an und wer ist eure Zielgruppe?

Ich heiße Sven Krawehl, bin 25 Jahre und habe internationale Betriebswirtschaft studiert. Reisen und fremde Kulturen sind eine große Leidenschaft von mir, die ich immer weiter entdecken zu versuche. Unsere Webseite migrador (www.migrador.de) bietet online Spezial- und Individualreisen veranstalterübergreifend an. Bei den Reisen geht es vor allem um kleingruppengeführte Aktiv- und Kulturreisen fernab des Massentourismus.

Wir sprechen mit migrador vor allem Menschen an, die ihren Urlaub bewusst und intensiv erleben wollen. Dadurch, dass unsere Reisen nur online gebucht werden können, sind unsere Kunden außerdem mit dem Internet vertraut, möchten jedoch dennoch nicht stundenlang auf unzähligen Webseiten nach der passenden Reise suchen. Wir bieten mit migrador eine zentrale Anlaufstelle, da wir unsere Reisen veranstalterübergreifend anbieten.

Wie entstand die Idee zu Migrador? Was genau ist das Konzept?

Schon immer waren mir Strandurlaube zu langweilig und außerdem empfand ich den Massentourismus als eher nervig. Gerade spezielle Kultururlaub wie zum Beispiel in Litauen, Russland, aber auch in den USA haben mich gereizt. Jedoch muss es nicht immer in die Ferne gehen, wandern in den Alpen mache ich auch sehr gerne. Mein Mitgründer hat ähnliche Interessen, wobei er sich eher auf Rad- und Wanderreisen fokussiert hat.

Diese Arten von Reisen sind jedoch nur schwer in normalen Reisebüros zu finden und wenn, dann nur in einem sehr begrenzten Umfang. Aus diesem Grund haben wir migrador gegründet. Mit migrador bieten wir kleingruppengeführte Spezialreisen fernab des Massentourismus an. Wir decken verschiedene Reisearten ab, dazu zählen Wander- und Trekkingreisen, Rad- und Abenteuerreisen, aber auch Kultur- und Natururlaube. Zusätzlich bieten wir spezielle Winterreisen an, welche zum Beispiel mit dem Husky durch Schweden führen. Wir bieten eine zentrale Anlaufstelle für besondere Reiseerlebnisse, Kunden sparen sich damit viel Zeit und finden trotzdem ihre Wunschreise. Wenn Kunden Fragen zu einer Reise haben, können Sie diese auf verschiedenen Wegen stellen, zum einen per Mail, per Kontaktformular, aber auch über eine Chatfunktion. Dies schafft vertrauen und kommt einem konventionellen Reisebüro näher, wobei die Übersichtlichkeit und das Angebot dieser speziellen Reisen auf migrador größer ist.

Ihr habt eine Crowdinvesting Kampagne gestartet. Was war der Hintergrund und was sind eure Erwartungen und Wünsche?

Wir haben uns bewusst für eine Crowdinvesting Kampagne entschieden, da es zwei positive Aspekte hat. Zum Einen können wir auf diesem Weg Kapital für den Ausbau unseres Unternehmens einsammeln und zum Anderen hat ein Crowdinvesting eine gewisse Marketingwirkung. Menschen reden über das Produkt bzw. migrador und die Marke wird bekannter. Gerade im Bereich der Liebhaber von Outdoor- und Aktivreisebegeisterten spricht sich so etwas herum. Sie teilen gerne ihre Erfahrungen und Wünsche. Dies hat für uns den Vorteil, dass wir genau auf künftige Kundenwünsche eingehen können. Wir werden auf neue Reisedestinationen aufmerksam gemacht, aber auch auf noch nicht berücksichtigte Reisearten. Außerdem erfahren wir so besser, wie den Kunden unsere Webseite und deren Aufbau gefällt.

Ein normaler Kredit einer Bank war für uns nicht sehr interessant. Wir bieten spezielle Produkte und somit ist auch eine speziellere Form der Kapitalbeschaffung interessant und bringt eine gewisse Aufmerksamkeit.

Wie sind eure bisherigen Erfahrungen mit der Crowd?

Bisher können wir sagen, dass das Feedback positiv ist. Nicht jeder investiert das große Geld, viele erzählen es jedoch weiter oder geben uns Anreize für die zukünftige Entwicklung. Auch mögliche zukünftige Kooperationen sind bereits entstanden. Die Crowd hilft dabei migrador zum Einen bekannter zu machen, aber auch das Angebot und die Bedienbarkeit zu verbessern. Man kann also insgesamt sagen, die Crowd hilft uns sehr.

Auch wenn die Investitionsphase noch läuft: Würdet ihr den Schritt, euch über Crowdinvesting zu finanzieren, wieder gehen?

Wir würden den Schritt wieder gehen. Es ist eine Erfahrung die gerade als junges Unternehmen sehr interessant sein kann und großes Potential mit sich bringt. Ein Crowdinvesting ist jedoch auch viel Arbeit. Diese sollte nicht unterschätzt werden, da eine Interaktion bzw. Kommunikation mit der Crowd sehr wichtig ist, für beide Seiten. Man sollte über alle Fortschritte berichten und Feedback kommunizieren. Wie schon gesagt läuft das Crowdinvesting noch und jeder kann unter www.crowdfunding.migrador.de dabei sein.

Wie sieht die Zukunft bei Migrador aus? Was sind eure Pläne und Prognosen? Was kann die Crowd von euch erwarten?

Wir wollen migrador weiter Ausbauen, dazu zählen, dass wir unser Reiseangebot erweitern wollen und später auch weitere Reisearten mit aufnehmen werden. Die Marke migrador soll bekannter werden und als DIE zentrale Anlaufstelle für Spezial- und Individualreisen gelten. Es werden in Zukunft somit noch mehr Reisen vermittelt und auch das Marketing wird gestärkt werden. Wir werden zudem zusammen mit der Crowd die Webseite migrador entwickeln und noch benutzerfreundlicher gestalten. Auf Wünsche werden wir eingehen und unser Reiseangebot dementsprechend anpassen.

Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen euch eine erfolgreiche Crowdinvesting Kampagne und viel Erfolg mit migrador!

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1 Antwort

  1. Anton Groß sagt:

    Sehr interessantes Interview! Danke! Crowdinvesting ist anscheinend gerade voll im Trend! Ist eh eine gute Sache :-) Lg

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