Erfolgreiches Crowdfunding: Die Masse macht’s

Wenn es darum geht, innovative Projekte zu finanzieren, wenden sich Unternehmer immer öfter an die „Crowd“. Hier ein paar Beispiele für erfolgreiches Crowdfunding.

Als „Stromberg“, die Serie um den schlimmsten Chef der Welt und seine Angestellten 2012 nach acht Jahre zu Ende ging, waren viele Fans noch nicht bereit für den Abschied. Die Produktionsfirma beschloss deshalb, den Film zum Teil über Beiträge der Fans zu finanzieren. Nur eine Woche dauerte die Crowdfunding-Kampagne, bis 3.300 Fans insgesamt eine Million Euro vorgeschossen hatten, fast ein Drittel der gesamten Produktionskosten. Die Namen der Fans, die mit ihrem Geld den Film ermöglichten, erscheinen ihren Namen im Abspann von „Stromberg – Der Film“. Und nicht nur das: Weil die Fans Investoren sind, wurden sie auch am Gewinn des Films beteiligt. Ein Fan, der im Voraus 1.000 Euro bezahlt hatte, bekam 1.500 Euro zurück.

An einem späteren Gewinn beteiligt werden auch die vielen Unterstützer der Eis-Firma Kyl21. Das Team um den Designer und Gourmet David Marx hat keinen geringeren Anspruch, als das Eis der Zukunft auf den Markt zu bringen. 1500 Personen brachten mehr als 600.000 Euro auf, um dem Startup zum Durchbruch zu verhelfen. Damit erreichte Kyl21 mehr als 13 mal so viel, wie sie ursprünglich für den Firmenstart kalkuliert hatten. Die Unternehmer und ihre Unterstützer aus dem Internet freuen sich auf die Eröffnung der ersten Verkaufsstelle in Berlin.

Erfolgreiches Crowdfunding für kleinere Projekte

Es müssen nicht immer sechsstellige Beträge sein – die meisten Crowdsourcing-Kampagnen haben viel geringere Zielbeträge. Auf „Krautreporter“ geht es zum Beispiel meist um Beträge im vierstelligen Bereich, mit denen Journalisten ihre Projekte finanzieren. Sie erklären, warum es wichtig ist, dass sie vor Ort recherchieren – und dafür auch eine Bezahlung erhalten. So werden spannende Ideen gefördert, für die etablierte Medienhäusern kein Geld ausgeben wollen. Dank erfolgreichem Crowdfunding konnte Tilo Jung so die 15.000 Euro für sein innovatives Format „Jung & Naiv“ sammeln: Er dreht Youtube-Videos für politisch Desinteressierte, in denen er Politikern Fragen stellt, die sich sonst keiner zu stellen traut – und die er ohne Crowdsourcing nicht stellen könnte.

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