Damit es keinen Ärger gibt – Regeln beim Wohnungssharing

Plattformen wie Airbnb, wimdu* oder 9flats.com* sind für viele Menschen eine spannende Möglichkeit, durch die Untervermietung der eigenen Wohnung einen ansehnlichen Nebenverdienst zu bekommen und gleichzeitig Leute aus aller Welt kennenzulernen. Doch neue Regeln beim Wohnungssharing erschweren das Prinzip vom Teilen und Tauschen.

Beim Wohnungssharing gibt es mehr zu beachten, als man auf den ersten Blick denken könnte. Aufgrund eines Urteils durch den BGH (Bundesgerichtshof) ist es nun amtlich, dass die Vermietung der eigenen (gemieteten) Wohnung an Touristen keine Untervermietung darstellt. Konkret bedeutet das: Vermietet man die Wohnung tageweise an Touristen ist das nicht gleichbedeutend mit einer Untervermietung, die auf eine bestimmte Dauer festgelegt ist.

Neue Regeln beim Wohnungssharing

Durch dieses Urteil ändert sich die Handhabung der Sharing-Plattformen grundlegend. Grundsätzlich betrifft das nur Mieter. Wer Wohnungseigentümer ist, bleibt davon unberührt. Wer allerdings selber zur Miete wohnt, muss den Vermieter fragen. Und zwar ganz konkret, ob die Vermietung an Touristen – also nicht die Untervermietung – erlaubt ist. Die Untervermietung ist, natürlich auch mit Erlaubnis des Vermieters, in der Regel dann möglich, wenn der Mieter eine berechtigte Begründung für die Untervermietung hat, bspw. familiäre oder finanzielle Gründe. Das liegt aber bei der Vermietung an Touristen in der Regel nicht vor. Es dürfte also schwierig sein, die Erlaubnis vom Vermieter für die Teilnahme am Wohnungssharing zu bekommen.

Besondere Vorsicht ist geboten, wer sich nicht an die Regeln beim Wohnungssharing hält. Die Vermietung ohne Erlaubnis des Vermieters kann zur Kündigung des Mietverhältnisses aufgrund einer Zweckentfremdung der Mietsache führen!

Erschwerte Regeln beim Wohnungssharing – auch in anderen Ländern

Für Deutschland erschwert das BGH-Urteil das Prinzip der Shareconomy. Auch in New York und in Frankreich gab es bereits Restriktionen. Eine weitere Hürde sind die Kommunen: Zur Diskussion steht, ob Mieter über die Wohnungssharing-Plattformen die Bettensteuer oder die Kurtaxe bezahlen müssen. Und auch hinsichtlich der Steuern gibt es offenen Fragen: Private Vermieter, die gelegentlich ein Zimmer anbieten, werden wohl kaum eine Gewinnabsicht haben und damit für das Finanzamt uninteressant sein. Bei eher gewerblich orientierten Vermietern, die das Wohnungssharing für sich nutzen, steht die Frage der Gewinnabsicht präsenter im Raum.

All diese Fragen bedeuten für die Sharing-Plattformen mehr Bürokratie und mehr Regeln beim Wohnungssharing – ob man nicht da die Lust auf das Teilen verliert?!

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1 Antwort

  1. Ja, der Vermieter hat immer ein Wort mitzureden. Für mich ist AirBnB eine Möglichkeit wirklich seine eigenen Vier-Wände, der Ort an dem man Zuhause ist, mit jemand anderem zu teilen und so eine Verbindung aufzubauen, die man sonst wahrscheinlich nicht so schnell erlebt. Praktisch die Hebelwirkung für die Gastfreundschaft. Das selbe versuche ich auf die Suche nach einem neuen Zuhause zu erreichen, mit der Immobilien-Tauschbörse: Swap. Besichtigungen sind momentan nicht sehr gastfreundlich. Was meint ihr, wo die Reise dieser Plattformen als nächstes hingeht?

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