Die Crowdinvesting Plattform Companisto im Interview

Companisto LogoDie Crowdinvesting Plattform Companisto ermöglicht Crowdinvesting für jedermann – das bedeutet, jeder kann sich bereits mit minimalen Beiträgen an Startups beteiligen.

Denn auf der Crowdinvesting Plattform Companisto gibt es keine Mindestinvestitionssumme. Joschka Rugo teilt uns im Interview mit, was sich genau hinter der Crowdinvesting Plattform Companisto verbirgt und was das Unternehmen unter nachhaltigem Crowdinvesting versteht.

Hallo Joschka. Stell dich und die Plattform Companisto doch bitte kurz vor.

Hallo! Ich bin für Companisto als Head of Public Relations tätig. Als solcher verantworte ich die Koordination der Pressearbeit von uns und unseren Startups und bin ich für den Kontakt zur Presse zuständig. Für Interviews, Hintergrundinformationen oder spezielle Daten bin ich der richtige Ansprechpartner. Companisto ist eine Crowdinvesting-Plattform für Startups. Beim Crowdinvesting , wie wir es bei Companisto betreiben, investieren Nutzer in ein Startup-Unternehmen und erhalten im Gegenzug eine Beteiligung am Unternehmen. Eine solche Beteiligung ist bei Companisto mit jedem Betrag zwischen 5 Euro und 20.000 Euro möglich. Die Mikroinvestoren – bei uns Companisten genannt – werden damit zu Anteilsinhabern des Startups und profitieren von Gewinnen der Startups und wenn das Startup an einen Großinvestor verkauft wird (Exit genannt). Die Companisten haben neben der Begeisterung für das Unternehmen also eine zusätzliche Motivation, um dieses zu unterstützen. Daher wirken sie auch als Multiplikatoren und machen das Startup, bzw. dessen Produkt, bekannt, beispielsweise über die sozialen Medien.

Wie entstand die Idee zu Companisto? Was genau ist das Konzept?

Die Idee zu Companisto entstand aus eigener Erfahrung unserer beiden Gründer. 2001 hatten Tamo Zwinge und David Rhotert – damals noch Studenten – eine Idee, die sie in Gründerfieber versetzte. Sie wollten die Partycard aus der Taufe heben: eine städteübergreifende Rabattkarte für den Diskobesuch. Damit die Karten gedruckt, eine Internetseite entwickelt, das Angebot bekannt gemacht und erste Kooperationen geschlossen werden konnten, brauchten die beiden Geld. Doch der Besuch beim Bankberater war ein kurzer; nach gerade mal zwei Fragen (zu ähnlichen, funktionierenden Unternehmen, die es nicht gab und Sicherheiten, die sie nicht hatten), verließen sie die Bank – ohne Kredit. Durch enorme Anstrengungen und Unterstützung von Freunden schafften sie es dennoch. 5 Jahre nach der Gründung von Partycard hatten sie über 80.000 Kunden und konnten das Unternehmen verkaufen. Eine Erfolgsgeschichte mit Seltenheitswert. Tamo Zwinge und David Rhotert nahmen diese Erfahrung mit und machten es sich daraufhin zur Aufgabe, anderen Gründern den ohnehin steinigen Weg etwas zu ebnen; die Idee zu Companisto war geboren.

Die Konkurrenz schläft nicht. Was zeichnet die Plattform Companisto besonders aus?

Unser Anspruch und unsere Philosophie. Wir möchten nachhaltiges Crowdinvesting betreiben. Das bedeutet, dass wir nicht nur einfach Geld für Startups sammeln wollen, sondern unseren Fokus auf den langfristigen Erfolg aller Unternehmen setzen. Wir prüfen alle Bewerbungen von Startups sehr gründlich und treffen die Gründer mehrfach persönlich. Auf dieser Grundlage wählen wir dann jene Startups aus, in denen wir das Potential sehen, sich langfristig am Markt etablieren zu können. Außerdem unterscheiden wir uns von anderen Plattformen durch unsere Philosophie. Wir bieten Crowdinvesting für jedermann; egal ob Student oder Großinvestor. Deshalb kann man bei Companisto schon ab 5 Euro investieren – aber auch 20.000 Euro. Letzlich handelt es sich bei Crowdinvesting um Wagniskapital; wir bei Companisto möchten daher niemandem vorschreiben, wie viel er investiert. Der Verzicht auf die Mindestinvestitionssumme zahlt sich auch erheblich auf Seiten der Startups aus. Mindestens genauso wichtig wie das Bereitstellen von Wagniskapital ist der aus dem Crowdinvesting resultierende Marketingeffekt. Die Companisten sind nämlich eine große Crowd von Unterstützern, die sich durch ihr Investment schon aus Eigeninteresse für die Bekanntheit „ihres“ Startups einsetzen. Dieser Multiplikator-Effekt ist gerade für junge Unternehmen enorm wichtig und umso größer, je mehr Menschen sich unkompliziert an einem Startup beteiligen können. Ganz bewusst ermöglicht Companisto durch den Verzicht auf eine hohe Mindestinvestitionssumme auch jungen, webaffinen und gut vernetzten Menschen die Beteiligung am Startup. Gerade diese Menschen – bestens mit den sozialen Netzwerken vertraut – sind ideale Multiplikatoren. Durch ihr engagiertes Kommunikationsverhalten leisten sie einen wertvollen Beitrag für den Erfolg des Startups. Companisto setzt damit konsequent das Prinzip des Crowdfundings im Bereich der Startup-Finanzierung um. Ganz elementar ist bei Companisto die konkrete Ausgestaltung des Beteiligungsmodells. Crowdinvesting ist im Wesentlichen Gesellschaftsrecht. Es geht um die Beantwortung der Frage, wie man eine Vielzahl von Investoren an einem Unternehmen beteiligt und dabei eine schlanke, übersichtliche und somit optimale Gesellschaftsstruktur beibehält. Companistos Geschäftsführer, David Rhotert und Tamo Zwinge, besitzen als Rechtsanwälte, die in internationalen Großkanzleien in den Bereichen Gesellschaftsrecht, Venture Capital, Unternehmenstransaktionen und Privat Clients tätig waren, die hierfür erforderliche Expertise. Um nur eines von vielen Beispielen zu nennen: Das Pooling – d.h. die Bündelung der Beteiligung vieler Investoren – als elementare Voraussetzung für Anschlussfinanzierungen. Companisto ist die einzige Plattform, die ein Pooling umgesetzt hat. Die Entwicklung eines wirklich runden Beteiligungsmodells sowie die fortlaufende, enge Abstimmung mit VCs zeichnet Companisto besonders aus.

Welche Zielgruppe sprecht ihr an? Was sind die Vorteile bei der Nutzung eures Angebotes?

Wir schließen niemanden aus und freuen uns über jeden neuen Companisten – unabhängig von seinem Investment. Wie bereits erwähnt, ist für unsere Startups neben dem finanziellen Aspekt vor allem die Vielzahl der Unterstützer – als Multiplikatoren – wichtig. Ein gutes Beispiel dafür ist Tame, das 808 Companisten überzeugen konnte. Ihr eigentlich sehr technisches Produkt – eine Kontextsuchmaschine für Twitter – wurde durch unsere großartige Crowd erklärt und weiter bekannt gemacht. Die Tame-Gründer erhielten zudem jede Menge Feedback und nicht zuletzt auch neue Nutzer. Ein weiterer Vorteil sind die bereits erwähnten detaillierten Beteiligungsverträge bei Companisto. Diese sind mit VCs abgestimmt worden, um z.B. besonders lukrative Unternehmensverkäufe oder Anschlussfinanzierungen zu begünstigen. Das ist nicht nur für die Startups, sondern auch die Companisten gut, die in diesem Fall entsprechend ihrer Anteile am Unternehmen profitieren.

Wie seht ihr die Zusammenarbeit zwischen Projektinhabern und Investoren? Was sind die Vor-und Nachteile?

Die Zusammenarbeit ist ein weiterer Vorteil des Crowdinvestings auf Companisto: durch die Vielzahl der beteiligten Companisten bekommen die Startups auch eine Menge wertvolles Feedback. Der Dialog zwischen Companisten und den Gründern funktioniert einfach und direkt, viele Ideen werden schnell umgesetzt. Einen Nachteil kann ich beim besten Willen nicht finden.

Wie sieht die Zukunft bei Companisto aus? Was sind eure Pläne und Prognosen?

Wir erhalten sehr, sehr viele Anfragen von Startups und Crowdinvesting wird in der Öffentlichkeit immer stärker wahrgenommen. Wir werden die Taktung der Finanzierungsrunden analog zur wachsenden Crowd erhöhen, ebenso wie die Höhe der Finanzierungsrunden; da wo es sinnvoll ist, weil ein entsprechender Kapitalbedarf beim Unternehmen vorliegt. Insgesamt ist unser Anspruch nachhaltiges Crowdinvesting, das auf die Realisierung guter Ideen passionierter Jungunternehmer und den langfristigen Erfolg ihrer Startups abzielt.

Vielen Dank für das Interview! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg mit Companisto!

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1 Antwort

  1. Eli sagt:

    Genau so entstehen die besten Ideen! Man sollte sich durch „Niederlagen“ oder andere Schwierigkeiten nicht unterkriegen lassen, sondern selbst Lösungen finden. Und die Gründer von Companisto haben es genau richtig gemacht. Ich wünsche ihnen weiterhin viel Erfolg!

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